Methoden Markus Decker – Darmsanierung

Warum überhaupt den Darm sanieren?

Unser Darm bildet mit 500qm (!) Oberfläche das größte Organ des Körpers und beheimatet 80% unseres Immunsystems. Damit bildet er eine beeindruckende Front im täglichen Kampf gegen Erreger, die in unseren Körper eindringen.
Damit der Darm diese anspruchsvolle Abwehrarbeit leisten kann, benötigt er eine gesunde Flora: einige hundert Arten nützlicher Keime (100 Billionen Bakterien) leben hier in ausgewogener Anzahl.

Die Darmflora (oder intestinale Mikrobiota)

Aufgabe dieser Bakterien ist es, Nahrungsmittel zu verdauen, schädliche Keime abzuwehren, unser Immunsystem zu trainieren, Darmdurchblutung und –stoffwechsel zu fördern und dem Körper Vitamine bereitzustellen.
Die Darmflora entwickelt sich in den ersten zwei Lebensjahren eines Menschen durch den Kontakt des Neugeborenen mit den Körperflüssigkeiten der Mutter, durch Hautkontakt (z.B. Stillen) und durch die Nahrung. Schädigungen der Flora, die in diesen ersten zwei Lebensjahren entstehen, sind bleibend, wenn sie nicht behandelt werden. Sie können entstehen, wenn sich der kindliche Organismus nicht genügend mit Fremdkeimen auseinandersetzt, z.B. bei Kaiserschnitt-Geborenen oder wenn das Kind nicht gestillt wurde oder bei defizitärer Darmflora der Mutter (z.B. nach langfristiger Einnahme von Antibiotika oder der Pille).

Beim Erwachsenen kann das biologische Gleichgewicht durch verschiedene Einflüsse gestört werden:

Als Folge einer solchen Dysbiose (gestörtes Gleichgewicht in der Flora) können Fremdkeime und Hefepilze die Darmwände besiedeln. In der Folge kann es zu Darmstörungen (Blähungen, Blähbauch, Durchfälle) kommen, und Giftstoffe wie Ammoniak oder Alkohol können entstehen. Zudem kann eine Dysbiose über den Darm hinaus die Entstehung von Erkrankungen im übrigen Organsystem begünstigen.

Für welche Menschen ist die Darmsanierung sinnvoll?

Bei folgenden Anzeichen kann es sinnvoll sein, eine mikrobiologische Untersuchung des Stuhls durchzuführen und gegebenenfalls eine Sanierung zu beginnen:

  1. häufiges Völlegefühl nach dem Essen, aufgeblähter Bauch
  2. stark riechende Blähungen
  3. Heißhunger auf Süßes, v.a. nach dem Essen
  4. häufige Verstopfung oder Durchfall, schmerzhafter Stuhldrang
  5. häufige Magen- u./o. Darmschmerzen
  6. Allergien, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
  7. Pilzinfektionen von Haut/Schleimhäuten
  8. Abwehrschwächen/häufig auftretende Infekte (z.B. der Nasennebenhöhlen oder
    Heuschnupfen)
  9. Neurodermitis
  10. chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  11. chronische Müdigkeit

Wie verlaufen Untersuchung und Behandlung ?

Zunächst wird Ihre Stuhlprobe im Labor mikrobiologisch untersucht. Hier wird die Zusammensetzung der Bakterien überprüft und festgestellt, ob krankhafte Keime oder ein Zuviel an Pilzen vorhanden sind.

Findet das Labor Abweichungen, empfehlen die dortigen Mikrobiologen zur Behandlung entsprechende Präparate (z. B. die Einnahme von natürlichen Bakterienpräparaten), die die Reinigung des Darmes und den Neu-Aufbau der Mikrobiota bewirken.

Begleitend beobachten wir Ihre Ernährungsgewohnheiten, und ich berate Sie bezüglich Ihrer Ernährungsfragen. Die Darmsanierung dauert etwa zwei bis drei Monate und wird begleitet von einer bewussten Ernährung, nicht von einer strengen Diät.

Mit folgenden Kosten ist für Sie zu rechnen:

Die Kosten werden von Privaten (Zusatz-) Versicherungen bzw. der Beihilfe u. U. zum Teil übernommen. Bitte fragen Sie bei Ihrer Versicherung nach.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:

Labor Dr. Hauss in Eckernförde: https://www.hauss.de/index.php
Giulia Enders: http://www.darm-mit-charme.de/

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